Hands-on-Tests Constellation omega

Omega Constellation Observatory: Ist das die perfekte Uhr für mich?

Die Omega Constellation Observatory im Hands-on-Test. 39,4 mm O-MEGASTEEL, das Kaliber 8914 als Master Chronometer, ein Pie-Pan-Zifferblatt aus schwarzer Keramik und drei Lederbänder im Armband-Check.

Die Constellation Observatory mit schwarzem Keramikzifferblatt in Pie-Pan-Form.
Foto: Nikolaus Hirsch

Ich hatte nicht erwartet, dass mir diese Uhr so gut gefällt. Ehrlich gesagt war ich ziemlich umgehauen.

Die neue Constellation Observatory hätte ich fast verpasst. Ich bin auf der Website von Omega über sie gestolpert und dachte mir, das könnte eine coole Uhr sein. Dann hatte ich sie mit dem schwarzen Zifferblatt in der Hand, und sie ist einfach brillant umgesetzt.

Technische Daten der Constellation Observatory

Auf dem Papier ist die Observatory vor allem technisch stark. Alle Werte stammen von Omega.

Referenz140.13.39.21.01.001
GehäusematerialO-MEGASTEEL, poliert und satiniert
Durchmesser39,4 mm
Höhe12,23 mm
Länge Anstoß zu Anstoß47,2 mm
Bandanstoß19 mm
Wasserdichtigkeit3 bar (30 m)
WerkOmega Kaliber 8914, Automatik, Co-Axial-Hemmung
ZertifizierungMaster Chronometer (METAS)
Magnetfeldresistenz15.000 Gauß
Gangreserveca. 60 Std.
Frequenz25.200 A/h (3,5 Hz)
ZifferblattSchwarze Keramik, Pie-Pan mit zwölf Facetten, zwei Zeiger
GlasGewölbtes Saphirglas, Glasboden
Armband ab WerkSchwarzes Alligatorleder, Dornschließe
Preis11.900 € (Österreich)

Quellen: omegawatches.com

Technisch hat sie fast alles, was ich suche

Bis auf die Wasserdichtigkeit bringt sie alles mit, worauf ich bei einer Uhr achte.

Da ist zuerst das Werk. Das Kaliber 8914 ist vom METAS als Master Chronometer zertifiziert und hält Magnetfeldern bis 15.000 Gauß stand. Dazu kommt das Gehäuse aus O-MEGASTEEL. Das ist eine eigene Legierung von Omega, die laut Hersteller deutlich härter ist als normaler Stahl.

Blick durch den Glasboden der Omega Constellation Observatory auf das Kaliber 8914 mit Sternen und Observatoriums-Medaillon auf dem skelettierten Rotor
Das Kaliber 8914 mit dem skelettierten Rotor und dem Observatoriums-Medaillon.
Foto: Nikolaus Hirsch

Das Einzige, was ich mir auf dem Datenblatt anders wünschen würde, sind die 30 Meter Wasserdichtigkeit.

Ein Zifferblatt aus schwarzer Keramik

Was mich wirklich gepackt hat, ist das Zifferblatt. Es ist aus schwarzer Keramik, satt und tief, und es sieht fantastisch aus.

Nahaufnahme des schwarzen Keramikzifferblatts der Omega Constellation Observatory mit Omega-Logo, Observatory-Schriftzug, Constellation-Stern und Dauphine-Zeigern
Schwarze Keramik, Constellation-Stern und die diamantpolierten Zeiger.
Foto: Nikolaus Hirsch

Die Observatory ist eine Zweizeigeruhr. Es gibt keine Sekundenanzeige und kein Datum. Nichts lenkt von der Schönheit des Zifferblatts ab. Die Pie-Pan-Form mit ihren zwölf Facetten greift laut Omega die originale Constellation von 1952 auf. Die Indizes sind drachenförmig, Omega nennt sie selbst „Dragon-shaped“. Zusammen mit den facettierten Dog-Leg-Bandanstößen ergibt das eine moderne Uhr mit Vintage-Ästhetik.

Genau diese Mischung spricht mich absolut an. Und am Handgelenk wirkt sie großartig.

Am Handgelenk wird es gefährlich

Als ich die Uhr angelegt habe, habe ich sofort eine Verbindung gespürt.

Omega Constellation Observatory am Handgelenk an einem roséfarbenen Lederband, daneben der Ärmel eines cremefarbenen Strickpullovers
Die Observatory am Handgelenk, hier am Bologna in Rosé.
Foto: Nikolaus Hirsch

Mir war klar, dass das gefährlich werden könnte. Diese Uhr hat mich auf eine kleine Reise geschickt, hinein in die älteren Pie-Pan-Constellations. Ich habe geschaut, ob ich eine davon in meine Sammlung aufnehmen könnte. Leider haben die älteren Modelle keinen Bandanstoß von 20 mm, und die neue Observatory mit ihren 19 mm auch nicht.

Omega hat mich damit zurück in seine Welt geholt. Vor einigen Monaten habe ich mir eine Seamaster 300M gekauft, und ich mag sie sehr. Ich bevorzuge flache Uhren und eher die älteren Modelle ohne Co-Axial-Werk, die etwas dünner sind. Trotzdem: Die Observatory macht mir Lust auf eine weitere Omega.

Armband-Check: Ein schwarzes Zifferblatt als Leinwand

Diese Uhr verträgt mehr als ihr schwarzes Alligatorband. Ab Werk kommt sie genau daran, aber manchmal will man sie lässiger tragen.

Das schwarze Zifferblatt ist eine Leinwand für ganz verschiedene Bänder und Stile. Es hat mir richtig Spaß gemacht, Armbänder daran auszuprobieren. Wichtig dabei: Der Bandanstoß misst 19 mm.

Transparenz: Die drei Armbänder in diesem Test stammen von HIRSCH, unserem Familienunternehmen.

Bagnore in Goldbraun: der Vintage-Partner

Über dieses Band habe ich schon ein paarmal gesprochen. Ich mag die Vintage-Ästhetik, die das goldbraune Leder mitbringt. Es gibt der Uhr eine ganz andere Ausstrahlung. hirschthebracelet.com

Omega Constellation Observatory an einem goldbraunen Vintage-Lederband mit hellen Ziernähten, in der Hand gehalten
Das Bagnore in Goldbraun mit hellen Ziernähten.
Foto: Nikolaus Hirsch

Schwarz und Braun passen nicht immer zusammen. Hier funktioniert es, weil die Vintage-Ästhetik der Uhr auf den Vintage-Stil des Bands trifft. Für mich ist das die perfekte Kombination für den Alltag, zum Beispiel auf einen Kaffee in Jeans und T-Shirt.

Omega Constellation Observatory am goldbraunen Lederband, die Hand in der Hosentasche, darüber ein cremefarbener Strickärmel
Am Bagnore wird die Observatory zur Uhr für den Alltag.
Foto: Nikolaus Hirsch

Bologna in Türkis und Rosé: Farbe

Danach habe ich das Bologna in Rosé und in Türkis angelegt, und die Kombination gefällt mir wirklich sehr. Diese Uhr verträgt Farbe. Türkis Rosé

Omega Constellation Observatory an einem türkisfarbenen Kalbslederband, in der Hand gehalten
Das Bologna in Türkis.
Foto: Nikolaus Hirsch

Beide Farben machen die Observatory jünger, unkomplizierter und weniger elegant, eben lässiger. Ich bin gerade sowieso in der Phase, in der ich meinen Outfits und Uhren gern farbige Bänder hinzufüge. Ein braunes oder schwarzes Band kann jeder. Ich wollte einen echten Farbakzent setzen.

Omega Constellation Observatory an einem roséfarbenen Kalbslederband, in der Hand gehalten
Das Bologna in Rosé, mein Favorit an dieser Uhr.
Foto: Nikolaus Hirsch

Mein Favorit ist Rosé. Pink und das schwarze Keramikzifferblatt sind einfach eine richtig coole Kombination. Ich würde die Uhr mit diesem Band jeden Tag tragen.

Was Omega besser machen könnte

Viel Kritik habe ich nicht. Zwei Punkte gibt es trotzdem.

Kein Schnellwechselsystem

Omega hat immer noch kein Schnellwechselsystem für die Bänder. Das verstehe ich nicht. Omega bietet selbst eine ganze Auswahl an Armbändern an. Warum macht man es dem Träger dann nicht einfacher? Für mich ist das eine verpasste Chance.

Der Preis

Der zweite Punkt ist der Preis. 11.900 Euro sind ziemlich happig, auch wenn das Gesamtpaket stark ist.

Preis-Einordnung

Günstig ist die Observatory nicht. In Österreich kostet sie 11.900 Euro. omegawatches.com

Dafür bekommt man ein Master-Chronometer-Werk mit 15.000 Gauß Magnetfeldresistenz, ein Gehäuse aus Omegas härterer Stahllegierung und ein Zifferblatt aus Keramik. Eine Sekunde oder ein Datum gibt es dafür nicht. Für mich ist das Zifferblatt der Grund, warum sie mich so gepackt hat.

Omega hat hier die perfekte Uhr für mich gebaut.

Fazit: Die Omega, die mich zurückgeholt hat

Die Constellation Observatory hat mich mehr begeistert, als ich erwartet hatte.

Den Ausschlag geben für mich:

  • das Pie-Pan-Zifferblatt aus schwarzer Keramik mit drachenförmigen Indizes und nur zwei Zeigern,
  • das Kaliber 8914 als METAS Master Chronometer mit 15.000 Gauß und rund 60 Stunden Gangreserve,
  • ein 39,4 mm großes Gehäuse aus O-MEGASTEEL mit facettierten Dog-Leg-Bandanstößen und
  • ein schwarzes Zifferblatt, das jede Bandfarbe mitmacht, von Goldbraun bis Rosé.

Dagegen stehen 30 Meter Wasserdichtigkeit, kein Schnellwechselsystem und ein Preis von 11.900 Euro.

Meine persönliche Einschätzung

Wenn Ihnen Vintage-Design und moderne Technik gleich wichtig sind, sollten Sie die Observatory anprobieren. Bei mir hat es sofort gefunkt. Ich bin seitdem auf der Suche nach einer Constellation.

Zum Video

Die Observatory am Handgelenk

Im zugehörigen YouTube-Video sehen Sie die Constellation Observatory aus allen Blickwinkeln, dazu alle drei Lederbänder aus dem Armband-Check.

Würden Sie die Observatory am schwarzen Alligatorband tragen oder mit Farbe?

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Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist die Omega Constellation Observatory?

Das Gehäuse misst 39,4 mm im Durchmesser, ist 12,23 mm hoch und 47,2 mm lang von Anstoß zu Anstoß.

Welches Werk steckt in der Constellation Observatory?

Das Omega Kaliber 8914 mit Automatikaufzug und Co-Axial-Hemmung. Es ist vom METAS als Master Chronometer zertifiziert und hat rund 60 Stunden Gangreserve.

Wie breit ist der Bandanstoß?

19 mm, laut Omega.

Was ist O-MEGASTEEL?

Eine eigene Stahllegierung von Omega, die laut Hersteller härter ist als herkömmlicher Edelstahl.

Was kostet die Constellation Observatory?

In Österreich 11.900 Euro.

Bildnachweise

Alle Fotos: Nikolaus Hirsch. Standbilder aus dem YouTube-Video zur Constellation Observatory, für das Web zugeschnitten und verkleinert.

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